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11.10.2026
11:00 Uhr
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Essbare Batterien erweitern medizinische Funktionskapseln. Die stimulieren die Magenschleimhaut mit Stromimpulsen oder tragen Sensoren, die vor Keimen warnen.

Batterien für Anwendungen im Magen und im Verdauungsbereich mussten bisher sehr gut verkapselt sein. Jetzt hat ein Forscherteam um Giovanni Traverso am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge sogar eine mit der Zeit verdauliche Batterie entwickelt. Die könnte in Zukunft mit leichten Stromimpulsen mehr Hormone herauskitzeln oder Sensorkapseln ergänzen, die die Einnahme von Medikamenten kontrollieren, wie die Forschungsarbeit der Wissenschaftler beschreibt.
Als wichtigsten Teil seiner Forschungsarbeit, veröffentlicht in Nature Chemical Engineering, bezeichnet Traverso in den MIT News die Auswahl der verwendeten Materialien, denn die sollten alle vom menschlichen Verdauungsapparat gut zu vertragen sein. Zuvor gab es nur die Möglichkeiten, Energie direkt im Magen-Darm-Trakt zu gewinnen, zum Beispiel mit geeigneten Elektroden in der Magensäure. Energie ließe sich auch drahtlos von außen zuführen, etwa für ein passives RFID-Tag, oder man verwendet gut gekapselte kleine Knopfzellen. Solche Knopfzellen enthielten bisher aber Lithium, Silberoxid oder andere Metallverbindungen, wodurch sie ein Sicherheitsrisiko darstellten.
Für ihre Entwicklung griffen die MIT-Forscher nun insbesondere auf Metalle zurück, die in geringen Mengen für den menschlichen Verzehr unbedenklich sind. Als Elektrodenmaterial ihrer schluckbaren Batterie wählten sie Magnesium für die Anode und Molybdäntrioxid für die Kathode. Außerdem enthält die Batterie einen Elektrolyten aus ionischer Flüssigkeit in Gelform. Damit kann sie über mehrere Tage eine Spannung von 1,84 Volt bereitstellen.